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Löstation Test 2019 – Die besten Lötkolben Stationen im Vergleich

Lötstation

Bei einer Lötstation handelt es sich um eine Spezialausführung eines herkömmlichen Lötkolbens. Die Station ist bestehend aus einem zur Stromversorgung vorgesehenen Netzgerät, einer Ablage für den Lötkolben und dem eigentlichen Lötkolben, welcher bei allen Produkten beliebig ausgewechselt werden kann.

Löstation Test – Lötkolben Station Kaufberatung

Lötkolben oder Lötstation? Welche Unterschiede gibt es?

Sowohl die regelbare Lötstation als auch der Lötkolben unterscheiden sich in ihrem Wirkungsgrad voneinander. Beim Kauf sollte daher zunächst die Anwendung und das Einsatzgebiet klar sein. Bei einem Lötkolben hat man in der Regel nur den Kolben mit einer Lötspitze, welche sich fast immer austauschen lässt. Der Lötkolben wird mit einer vorbestimmten Temperatur erwärmt und kann in einfacher Ausführung nicht verstellt werden.

Der Unterschied liegt hier in der Lötstation: Bei der Lötstation kann im Regelfall die Temperatur am Lötkolben eingestellt werden. Die Lötstation steuert dabei den Kolben und verfügt oftmals über eine Erdung, durch die der Lötkolben vor dem Einsatz an elektronischen Bauteilen geerdet werden kann.

Welche Vorteile bietet eine analoge oder digitale Lötstation im Vergleich zu einem einfachen Lötkolben?

Elektriker arbeitet mit Lötstation

Ein großer Vorteil von Lötstationen ist, dass sie in den meisten Fällen eine Erdungsmöglichkeit zur Verfügung stellen und im Allgemeinen das Risiko von Beschädigungen an den elektronischen Bauteilen für den Selbstbau minimieren. Darüber hinaus ist der Lötkolben, welcher mit einer Lötstation bedient wird, sehr handlich, wodurch flexible Leitungen verwendet werden können.

Ein weiterer Vorteil ist, dass für die meisten Lötstationen auf dem Markt diverse unterschiedliche Lötspitzen und Einsätze zur Verfügung stehen, sodass viele verschiedene Arbeiten zu erledigen sind. Im Gegensatz zu einzelnen Lötkolben ist bei Lötstationen die Temperatur individuell regelbar.

Durch die Temperaturregelung bleibt die Lötspitze sowohl bei Arbeitspausen als auch bei hoher Lötfrequenz weitgehend im optimalen Temperaturbereich, wodurch die Lötspitze und das Werkstück geschont werden sowie eine wesentlich bessere Qualität der Lötstellen als bei ungeregelten Lötgeräten erreicht werden kann.

Gibt es auch Nachteile bei der Verwendung einer Lötkolben Station?

Lötstationen sind wesentlich teurer als einzelne Lötkolben und aufgrund ihrer größeren Abmessungen recht unhandlich für den mobilen Einsatz zu gebrauchen.

Wie funktioniert eine Lötstation?

Die Funktionsweise einer Lötstation mit Absaugung ist einfach erklärbar: Nach dem Einschalten der Station wird der Temperaturregler auf volle Leistungskraft gestellt. Die Lötstation muss zunächst einige Minuten kurz aufheizen. Eine Heißluft Lötstation mit kurzen Aufheizzeiten ist dann empfehlenswert, wenn diese nicht durchgängig, aber häufig genutzt wird.

Das Ziel sollte sein, dass eine Leistung von 50 bis 80 Watt erhalten werden kann. Bei 50 bis 80 Watt hat die Lötstation eine Betriebstemperatur, welche sich sehr gut zum Weichlöten eignet. Grundsätzlich reichen 50 bis 60 Watt für die gängigsten Lötarbeiten aus.

Möchte man jedoch Materialien mit höherer Wärmeleitfähigkeit und vergleichsweise großem Materialvolumen (beispielsweise Kupferleitungen mit großem Querschnitt, Blechteile usw.) verlöten, sollte eine Lötstation mit mehr Leistung gewählt werden. Die Temperatur schwankt dann zwischen 150 Grad Celsius und 450 Grad Celsius.

Lötkolben

Eine analoge Lötstation mit einer eingestellten Löttemperatur von 300 Grad Celsius wäre somit für Lötarbeiten prinzipiell ausreichend. Tatsächlich kühlt eine Lötspitze jedoch herunter, sobald diese das Lötgut berührt. Derartige Temperatureinbrüche können mit einer höheren Löttemperatur ausgeglichen werden.

Wenn man zum Beispiel 2 Kupferlitzen miteinander verbinden möchte, ist es wichtig, dass das flüssig gewordene Lötzinn zwischen die zusammengedrehten Kupferlitzen fließen kann. Nach anschließender Abkühlung kann so eine sichere Kabelverbindung garantiert werden. Nachdem der Lötkolben auf eine entsprechende Temperatur gekommen ist, wird die Lötspitze mit Lötfett eingerieben. Dieser Schritt ist wichtig, damit der an der Spitze befindliche Lötzinn später wesentlich besser fließen kann.

Nun wird der Lötkolben mit der einen Hand, und mit der anderen die Rolle, mit dem Lötzinn gehalten. Der Lötkolben wird im Anschluss erhitzt. Hierzu wird das Lötzinn an die zu verlötende Stelle gehalten. Nachdem die Zinnspitze erhitzt wurde, tropft flüssiges Lötzinn auf die betreffende Stelle ab.

Bei diesem Arbeitsschritt ist es wichtig zu beachten, dass stets mit Vorsicht vorgegangen wird. Das Lötzinn kann sich verflüssigen, weshalb Bauteile nicht nur miteinander verbunden, sondern auch voneinander gelöst werden können. Wichtig ist in jedem Fall, dass das Lötzinn immer zur Spitze bzw. zur Temperatur passen muss. Filigrane Arbeiten an kleinen elektronischen Bauteilen sollten stets mit einem nicht ganz so heißen Kolben und einer sehr fein geformten Spitze durchgeführt werden.

Ist die Temperatur zu heiß oder die Spitze zu grob, wird das umliegende Material in den meisten Fällen zu stark erhitzt und manchmal sogar beschädigt. Man sollte immer einen optimalen Hitzegrad finden. Das auf der einen Seite befindliche Lötzinn besitzt eine hohe Temperatur und kann bei unsachgemäßer Handhabung und Unachtsamkeit zu starken Verbrennungen führen. Der beim Lötvorgang entstehende, giftige Rauch sollte nach Möglichkeit nicht eingeatmet werden.

Nach einer kurzen Abkühlphase und korrekter Handhabung der Lötstation für Anfänger oder Profis, sollte man eine saubere Lötverbindung vor sich haben. Nach dem Lötvorgang muss die Lötspitze des Lötkolbens am Schwamm der Lötstation abgestreift und anschließend gesäubert werden.

Über welche nützlichen Funktionen sollte eine Lötstation verfügen?

Da viele elektronische Bauteile gegenüber statischen Entladungen sehr empfindlich reagieren und schnell beschädigt werden, können Lötstationen mit Potentialausgleich über einen Anschluss geerdet werden. Dieses Feature ist aber nur bei empfindlichen Bauteilen, die anfällig gegen statische Entladungen sind, notwendig. Ebenfalls sehr praktisch, im industriellen Bereich sogar unerlässlich, ist ein sogenannter Passwortschutz, der das Verstellen der Löttemperatur einer Lötstation durch Unbefugte verhindert.

Blaue regelbare Lötstation

Die meisten auf dem Produktmarkt erhältlichen Lötstationen sind mit einer Stand-by-Funktion versehen. Dank dieser Funktion wird die Lötspitzentemperatur in den nicht genutzten Phasen auf 100 Grad Celsius bis 150 Grad Celsius heruntergekühlt.

Besonders positiv ist, dass die Lötspitzen dadurch geschont werden. Daraus resultierend kommt es zu deutlich weniger Verschleiß und die Lebensdauer wird erhöht. Spezielle Lötstationen mit Absaugung verhindern Gesundheitsschäden, da sowohl Feinstaub als auch Rauch nahezu rückstandslos beseitigt werden können.

Nicht unterschätzen sollte man die Wichtigkeit einer integrierten Abschaltautomatik, welche für zusätzliche Sicherheit im Umgang mit der Lötstation sorgt. Sowohl Brände als auch Verbrennungen lassen sich dank dieser Zusatzfunktion verhindern.

Bei vermehrter Nutzung im Hobby-Bereich als auch in der Industrie ist eine Lötstation mit Stand-by-Funktion und Abschaltautomatik daher sehr zu empfehlen.

Die Vorteile und Nachteile einer Lötstation

Vorteile:

  • Verschiedene Lötspitzen stehen für unterschiedliche Arbeiten zur Verfügung
  • Temperatur kann genau eingestellt werden
  • Feine Arbeiten können gemacht werden
  • Angenehm in der Handhabung
  • Lötkolben ist schnell aufgeheizt und einsatzbereit
  • Bei der Lötstation kann individuell eingestellt werden, je nach Material, welche gelötet werden soll
  • Es gibt auch Anfänger-Lötstationen recht günstig im Angebot
  • Digitale Lötstationen lassen sich präziser einstellen als analoge

Nachteile:

  • Kosten
  • Digitale Lötstationen sind teurer als analoge
  • Benötigt mehr Platz
  • Eine Lötstation kann nicht so gut transportiert werden